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Freisetzung kreativer Energie

Der Fotograf und Fotokünstler Jo van den Berg und seine Frau Gabriele realisieren derzeit in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund und dem Telekommunikations- anbieter Colt Telekom ein Kalenderprojekt. Eine Aufgabe wie geschaffen für Jo van den Bergs visionäre Bildsprache. Bei der technischen Unterstützung der Arbeitsabläufe leistet das Cromabase Workflowsystem wertvolle Dienste.

Bei dem Kalenderprojekt geht um es um die Visualisierung von Kindheitsträumen und wünschen prominenter Persönlichkeiten. Sechs Motive des Kalenders, dessen Erlöse in das Projekt „Pädagogischer Mittagstisch“ fließen, sind schon realisiert, die nächsten in Planung. Während der „Halbzeitpause nimmt sich Jo van den Berg Zeit, uns seine Arbeitsweise darzulegen – und gibt Einblick in die damit verbundenen technischen Abläufe. Seit August letzten Jahres fotografiert van den Berg digital. Nicht zuletzt, weil er seit seinen fotografischen Anfängen in den 70er Jahren auf allerhöchste technische Qualität besteht, hat er den Sprung ins digitale Fotozeitalter erst vorgenommen, als er von den Ergebnissen und der Qualität überzeugt war. Die P45-Rückteile von Phase One mit 16 Bit Farbtiefe und 38 Megapixel Auflösung kommen an Hasselblad- oder Sinar-Fachkameras zum Einsatz.
Mit digitalem Equipment arbeitet er aber schon wesentlich länger. Den Anfang bildete das Premier System von Kodak Anfang der 90er Jahre. Diese in sich geschlossene Imaging-Station digitalisierte analoge Vorlagen, stellte eine Workstation- Lösung für die Composings zur Verfügung und belichtete die fertigen Dateien wieder auf Diafilm aus.
Schon mit seiner ersten digitalen Ausrüstung erstellte Jo van den Berg aufwändige Composings. Er entwickelte seine spezielle Bildsprache, die bis heute eines seiner Stilmerkmale ist. „Viele meiner aktuellen Projekte wären analog wesentlich aufwändiger und teurer“, leitet er über zum aktuellen Projekt.

Besonderer Stellenwert
Bevor Jo van den Berg ein Foto schießt, entwickelt er eine Vorstellung von dem endgültigen Bild. Seine Philosophie lautet: Das Bild muss nicht nur abgelichtet werden, sondern die Bildsprache soll eine Aussage haben und muss die Ziele und Wünsche des Kunden transportieren. „Wenn dies gelingt, ist man erfolgreich.“ Jo von den Berg sieht diesen Anspruch als ständige Herausforderung. Denn in seinen Augen hat die Fotografie eine ganz besondere Aussagekraft gegenüber Medien wie Film und Fernsehen.
Bei dem aktuellen Kalenderprojekt gilt dies in besonderem Maße. Sollen hier doch aus Träumen und Wünschen Bildgestaltungen entstehen. Jedem dieser zwölf Motive liegt eine ganz eigene Geschichte zugrunde, so individuell wie die Persönlichkeiten, die sie erzählten. Diese Geschichten hat seine Frau, Gabriele van den Berg, nach den Gesprächen mit den von ihr gewonnenen Prominenten, aufgezeichnet. Darüber hinaus engagiert sie sich für das Projektmanagement dieses Charity Konzeptes, die redaktionellen Inhalte und deren Aufmachung. Dabei arbeitet sie Hand in Hand mit ihrem Mann im Team.
Fast ebenso wichtig wie die Idee ist auch eine exakte Planung um die Weichen zu stellen für die geeignete fotografische Umsetzung. Mit der Idee, der Geschichte und der Planung werden die Phantasien für dieses Kalenderprojekt dann, im wahrsten Sinne des Wortes, in mehreren Ebenen umgesetzt. Die Portraits, die Wunschwelten und einzelne Elemente werden zum Teil separat fotografiert. „Das Wesentliche darin ist, dass alle Komponenten sich final zu einem perfekten Bild zusammenfügen lassen müssen“, beschreibt Jo van den Berg seine Arbeitsweise.
Eine wichtige Unterstützung leistet das Cromabase-System. Schon kurz nach der Aufnahme kann er die Farbeigenschaften des im RAW-Wandler Capture One von Phase One entwickelten Bildes qualitativ beurteilen. Dabei hilft die Cromabox, eine Imaging-Workstation, die zusammen mit farbkalibrierten Eizo Monitoren sofort ein kallibriertes Bild anzeigt. Die Aufnahme kann sofort beurteilt und ggfs. korrigiert werden solange bis jede Einzelaufnahme „sitzt“.
Jo van den Berg berücksichtigt bei seiner Arbeitsweise auch die Notwendigkeiten und den Materialbedarf der Postproduktion- dabei geht er über den klassischen „extra Fondsschuss“ weit hinaus: das Freistellen einzelner Elemente wird erleichtert durch den Einsatz von Blue- oder Green- Screen. Das Histogramm der Aufnahmen wird sofort von seinem Digital Operator auf extreme Belichtungswerte überprüft. Das spart den Kunden von Jo van den Berg viel Zeit und damit Geld.
Jo van den Berg begleitet ein Bild vom Beginn zum perfekten Resultat: „Ich bin für jedes Detail verantwortlich. Da ist es ein großer Vorteil, dass man mit Hilfe der digitalen Fotografie und der Cromabase Technik das Bild bis zur Druckvorstufe verfolgen und kontrollieren kann.“

Herausforderung Farbmanagement
Jo van den Berg nutzt die Vorteile der Digitalfotografie, weil sie ihm ermöglichen, die fotografische Gestaltung zu verfolgen. Neue Techniken sind auch immer eine Herausforderung für den Fotografen: wie das digitale Farbmanagement. Wenn sich Cromabase darum kümmert, auch Spezialisten zur Verfügung zu stellen, die diese Technik beherrschen, gibt ihm dies die Gewissheit, auf der sicheren Seite zu sein. Für die gesamte Dateiabwicklung setzt er seit Anfang dieses Jahres voll auf das Cromabase System der Instant Data GmbH. Die Möglichkeit, seine Daten farbverbindlich im LStarRGB-Farbraum (s. Seite 18/19) weltweit online zur Verfügung zu stellen, erleichtert seine Arbeit ungemein. So hat er Dank seines Digital-Systems einen Auftrag für Leo Burnett, Istanbul, vollständig auf digitalem Weg ausführen, kontrollieren und abstimmen können.

Fotografie ist Teamwork
Für das Kalender-Projekt stellt Jo van den Berg das für die Composings notwendige Bildmaterial der Postproduktionsfirma Recom in Stuttgart über den Cromabase- Server zur Verfügung.

Parallel wird ein erstelltes Layout darüber an Recom zur Verfügung gestellt. Die Profis von Recom können sich die Daten per Passwort und PIN herunterladen, und wissen so genau, was der Fotograf will. Jo van den Berg schätzt an der Zusammenarbeit mit den Spezialisten von Recom besonders, dass deren Postproduktion Operater nicht nur über alle technischen Finessen verfügen, sondern insbesondere auch mit künstlerischem Verständnis auf seine Bildsprache eingehen.
„Nur so entstehen wirklich gute Ergebnisse. Die aktuelle Fotografie ist, im Gegensatz zu früher, immer mehr zu einem Teamwork geworden“, sagt Jo van den Berg. Allerdings möchte er trotzdem bei jedem Schritt die Kontrolle über den Entstehungsprozess behalten.
Zwischen- und Endergebnisse werden von der Postproduktion dann wieder auf den Cromabase-Server gespielt. Die hohe Sicherheit des Systems ist für ihn ein wesentlicher Aspekt, der bei seinen Aufträgen als Mode- und Peoplefotografen zum Tragen kommt, die meist höchster Geheimhaltung unterliegen.
Jo van den Berg kontrolliert die Composings und gibt etwaige Änderungswünsche einfach per Telefon durch.

Maßgeschneiderte Vorlagen
Cromabase ist für Kreative aber nicht nur sinnvoll, um Bilder, Layouts oder Composings auszutauschen. Die meisten Kampagnen sind so ausgelegt, dass das Bildmaterial verschiedenen Zwecken zugeführt wird, z. B. für Anzeigen, Poster, Plakate, Internet. Mit Cromabase kann der Kunde das Datenmaterial in der gewünschten Größe und Qualität abrufen. Da Material wird dabei aus den hinterlegten, entwickelten Raw-Dateien generiert. Auch dies ist eine Arbeit, die dem Fotografen vom System abgenommen wird. „Das Heraussuchen, das Umrechnen und das Umformatieren von Daten auf spezielle Kundenwünsche und das anschließende Brennen von CDs oder DVDs würde meine Mitarbeiter unnötig beschäftigen, diese Zeit können wir sinnvoller verwenden. Cromabase nimmt uns diese Arbeit vollständig ab und schafft damit Freiraum für meine eigentliche Aufgabe: meine kreative Leistung“, lobt Jo van den Berg.
Der Fotograf muss auch nicht mehr stapelweise Festplatten horten. Für Cromabase- Kunden ist die Archivierung zeitlich unbegrenzt, allerdings nicht kostenlos. Jo van den Berg schickt nur jobrelevante Daten auf den Server. Seine Kunden schätzen es sehr, dass sie bereits während des Shootings bestimmen können, welche Bilder in das vorgegebene Layout passen. Jo van den Berg nutzt das Cromabase-System als verbindendes Element in seinem digitalen Workflow. Und auch die Bilder für diese Veröffentlichung in d i g i t ! fanden via Cromabase den Weg ins Heft. Traumhaft einfach.


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