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Innovatives Organisationssystem
CromaBASE ist ein System zum Datenhandling für Fotografen, Agenturen, und Unternehmen. Die von der Hamburger Firma Instant Data GmbH entwickelte Lösung erlaubt es, Bilddaten weltweit zu übertragen und fix und fertig aufbereitet für Kunden und Dienstleister bereit zu stellen.

Das Prinzip ist nicht neu: Schon in analogen Zeiten übergaben viele Fotografen nicht-kreative Aufgaben an das Fachlabor. Mit dem Vorstoß der digitalen Fotografie in den professionellen Bereich kamen neue, komplexe Aufgaben und Arbeiten hinzu. Das Angebot von Croma- BASE ist für die digitale Fotografie entwickelt worden und fungiert als Datendrehscheibe im Workflow, die sich zudem durch ein hohes Sicherheitslevel auszeichnet.
Arbeitserleichterung für den Kreativen CromaBASE versetzt den Fotoprofi in die Lage, sich voll und ganz seiner gestalterischen Tätigkeit zu widmen. Er braucht nach einem Shooting und der Vorauswahl seiner Motive nur einen Internetbrowser zu öffnen, sich mit seinen Zugangsdaten auf dem Server einzuloggen und kann dann seine Arbeiten, JPEGs oder TIFFs, hochladen. Je nach der Leistungsfähigkeit der Verbindung werden sofort die Feindaten oder vorab kleinere Layoutdaten verschickt. Die Transferraten beginnen bei 2,3 Megabit. Das obere Ende liegt bei den bei Kooperationspartnern eingerichteten „Checkpoints“. Sie kommunizieren via Glasfaserleitung mit 10 Megabit mit den Servern. Übrigens unterhält Instant Data für jede Online-Funktion einen separaten Application-Server, insgesamt zwölf. Sie stehen im Rechenzentrum der Firma Hanse-Net in Hamburg.
Instant Data bietet zusätzlich Services wie das Brennen von CDs/DVDs, einen Hardcopyservice oder den Vor-Ort-Service für die Hilfe beim Farbmanagement an.

Neue System für die Jobverwaltung
Mit der Version 2.0 werden die Bilder vom Benutzer nach „Ordnern“, „Jobs“ und „Filmen“ organisiert. Die verschiedenen Jobs werden mit den erforderlichen Einstellungen zu Format und Profil versehen. Darin liegen beliebig viele „Filme“ und in jedem Film beliebig viele Einzelaufnahmen. Das Prinzip lehnt sich bewusst an das analoge System an. Zusätzlich können „Collections“ angelegt werden, die Verweise von Fotos enthalten und sie so für verschiedene Aufgaben zusammenfassen können, z. B. für ein Best-of-Portfolio.
Die Navigation im Browser Fenster ist einfach und logisch. Nach der oben beschriebenen Struktur werden ganze Aufträge angelegt und verwaltet, entweder vom Kunden oder vom Fotografen. Die aktuelle Version 2.0 wartet mit Pop-Up- Kontextmenüs auf, die immer nur die verfügbaren und relevanten Funktionen anzeigen.
Konstante Farben von Anfang bis Ende Interessant wird es bei CromaBASE beim Thema Farbmanagement, das im System integriert ist. Innerhalb der Organisationsstruktur werden die Daten in LStar- RGB, einem gradationsunabhängigen Farbraum dargestellt. Unter Mac OS X und dem integrierten Internetbrowser Safari lassen sich so die Bilder weltweit farbecht betrachten, einen kalibrierten Monitor vorausgesetzt. Für Windows basierte Rechner wird in den sRGB Farbraum konvertiert, um auch hier Farbechtheit zu erzeugen. CromaBASE nutzt für die Umrechnung die Engine der Firma Color Solutions.
Der Farbmanagement-Service geht noch einen professionellen Schritt weiter. Da viele digitale Kameras noch nicht in der Lage sind, ICC-Profile während der Aufnahme einzubinden, wird dies vom System nachträglich besorgt. Dabei ist es nicht nur möglich, Standardprofile zu integrieren, CromaBASE kann auch individuell vom Fotografen erstellte oder von Kunden gelieferte Profile einarbeiten. Die Postproduktion, der Kunde oder der Druckdienstleister kann also die gewünschten Bilder in der gewünschten Größe, versehen mit dem gewünschten ICC-Profil, vom Server beziehen. Die Daten, die sie dann erhalten, werden direkt aus den hinterlegten Feindaten erstellt. Keine Umrechnung vom Assistenten ist mehr nötig, und erst recht keine Archivierung von vielen verschiedenen Versionen eines Bildes.

 

Die CromaBOX
Als optionale Erweiterung des Online- Servers ist die CromaBOX erhältlich. Dabei handelt es sich um einen von Instant Data individuell vorkonfigurierten Rechner mit Raid-Fesplattensystem, der quasi als Bindeglied zwischen Digitalkamera und CromaBASE-Server die Organisation von Fein- und Layoutdaten automatisiert. In der „schwarzen Kiste“ arbeiten Programme, die beim Einschalten automatisch starten. Zunächst stellt die Box die Verbindung zum Netz und dann zum Server her. Es folgt die Synchronisation. Für jeden im Web erstellten Jobordner erscheint im Interface der Box ein Hotfolder. Ab jetzt ist der weitere Weg frei konfigurierbar. Im Normalfall werden die Daten für die kleineren JPEGs komprimiert und hochgeladen. Dabei werden sie mit dem LStar-RGB-Profil versehen und in die vorher angelegte Dateistruktur eingepasst. Sind alle Bilder dermaßen bearbeitet, folgt der Upload der Feindaten. Das kann auch über Nacht passieren. Um die Bilder farbecht beurteilen zu können, kann ein kalibrierbarer Monitor angeschlossen werden.
Mit dem optional installierten RIP gibt man nicht nur die Bilddaten auf einem profilierten Drucker aus, sondern versieht das ganze auch mit einem Fogra-Medienkeil und kann die Messdaten auf einem Kontrollstreifen ausgeben. Dem Fotografen verschafft das integrierte Proofverfahren mehr Produktionssicherheit. Die Visionen von Frank Gerlinger gehen derweil weiter. In der Hamburger Firmenzentrale steht schon der Prototyp eines mobilen Systems, basierend auf der Rechnereinheit eines Apple Mac Book Pro, einem halbautomatisch kalibrierbaren Monitor und einer speziellen Croma- BOX. Alles praktisch und kompakt in einem Flightcase bereit für den Location-Job.

Kosten ähnlich denen eines Fachlabors
Die Nutzung von CromaBASE kostet in etwa soviel wie früher die Nutzung der Services von Fachlaboren. Beispielrechnung: Die monatliche Grundgebührbeträgt zurzeit 50,- Euro. Die Uploadkosten belaufen sich auf 0,20 Euro pro MB. Das Aufspielen einer 14-MB-RAW-Datei einer Canon EOS 5D würde also inkl. Langzeitarchivierung 2,80 Euro kosten. Die Downloadkosten vom Server sind so hoch wie die für den Upload. Wenn die Fotografen selber später ihre Bilder wieder herunterladen möchten, kostet dies nichts extra. Für Kunden ist die Archivierung der Daten zeitlich unbegrenzt.

 

Ausblick
Das nächste Ziel der Software-Entwickler ist es, als erste Online-Plattform Rohdaten zu verarbeiten. „Wir würden gerne einen echten RAW-Daten Workflow anbieten. Leider ist das zurzeit nicht möglich, da es zu viele verschiedene Formate gibt. Und einige Kamerahersteller geben diese Formate einfach nicht raus. Wir haben keine Möglichkeit, eine RAW Wandlung für alle existierenden Formate anzubieten. Aber auch das werden wir in den Griff bekommen“, erklärt Frank Gerlinger.

Fazit:
Dateiorganisation, Farbmanagement, Archivierung, Hardcopys, Kopierservice sind sinnfällig in dem System zusammengefasst. Weltweite Zugriffsmöglichkeiten und Kooperationen mit Fachlabors und relevanten Dienstleistern flexibilisieren die Arbeit des Fotografen. Und damit auch die seiner Kunden.

 


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